Deutsche Anleitung zu Mailchimp

4 Schritten zum Erfolg. Das Tutorial zum Email-Versand mit Mailchimp
mailchimp

Was ist Mailchimp und wie funktioniert es?

Mailchimp ist ein beliebter E-Mail-Anbieter und mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet. Mailchimp hilft dir beim Email-Versand und unterstützt dich dabei Kunden zu gewinnen, eine Marke aufzubauen, Informationen zu verbreiten und Produkte zu verkaufen.

Mailchimp kann zwar problemlos für den deutschsprachigen Markt verwendet werden, das Tool gibt es aber aktuell nur in Englisch. Nach eigenen Angaben ist Mailchimp der weltweit größte Dienst für E-Mail-Automatisierung.

 

Wo kann Mailchimp verwendet werden?

Mailchimp ist für jede Art von Email-Kampagnen geeignet. Es lässt sich zum Beispiel in alle gängigen eCommerce-Plattformen (wie Magento, woocommerce oder shopify) integrieren und hilft bei der Automatisierung des Marketing.

Du findest für fast jedes Tool eine einfache Mailchimp API

Denn mit Mailchimp können Daten aus dem Webshop verknüpft werden, um personalisierte Email-Kampagnen zu senden. Mailchimp ist aber genauso gut für Blogger oder Organisationen geeignet, die Informationen verbreiten wollen.

 

Ist Mailchimp gratis? Ab wann kostet das Tool etwas?

Mailchimp ist für bis zu 2.000 Subscribern kostenlos. Das bedeutet, dass du in Ruhe eine Mailingliste aufbauen kannst ohne, dass direkt Kosten bei dir anfallen. Bis zu 2.000 Email-Empfänger können pro Monat insgesamt bis zu 12.000 Emails empfangen ohne dass das einen Cent kostet.

Bis 2000 Subscribers kannst du Mailchimp gratis nutzen.

Allerdings platziert Mailchimp bei dieser Variante einen kleinen Werbebanner in den Footer deiner Emails. Wer also eine „White Label“-Lösung ohne Werbung haben möchte, muss dafür etwas zahlen. Allerdings halten sich auch hier die Kosten im Rahmen. Das Modell „Growing Business“ startet bei 10 Dollar pro Monat (für weniger als 2000 Email-Nutzer) und beinhaltet bereits ein Custom Branding ohne Werbung.

Für mehr als 2000 Email-Nutzer fallen Kosten in Höhe von 30 Dollar pro Monat an. Die Pro-Variante, die einen speziellen Support-Kanal beinhaltet, beginnt bei 209 Dollar pro Monat. Hier findest du die Preis Tabelle von Mailchimp.

 

Warum Mailchimp perfekt für Email-Marketing-Neulinge ist

Schon aufgrund des Preismodells ist Mailchimp für Anfänger geeignet, da zuerst keine Kosten anfallen. Außerdem kannst du bereits bestehende Abonnenten einfach in Mailchimp importieren. Bei der Erstellung der Emails helfen dir die bestehenden Templates und Designvorlagen.

mailchimp templates
Es gibt wirklich viele Templates zum ausprobieren

Du musst also weder ein Designer noch ein Programmierer sein, um mit Mailchimp schöne Emails zu kreieren und zu versenden. Es ist außerdem bereits standardmäßig responsive. Das heißt die Emails werden sowohl auf Desktopgeräten als auch auf mobilen Endgeräten gut dargestellt. Und nicht zuletzt bietet Mailchimp viele Auswertungsmöglichkeiten.

Das hilft dir zu verstehen, wie deine Email-Abonnenten ticken und wie du sie am besten begeistern kannst.

 

Wie funktioniert der Email-Versand mit Mailchimp?

 

Schritt 1: Anlegen einer Liste

Um mit dem Emailversand starten zu können, musst du im ersten Schritt eine Liste anlegen. Die Liste beinhaltet Basis-Informationen, wie die Email-Adresse, Name und Vorname deiner Kunden oder Interessenten. Wenn du verschiedene Zielgruppen mit verschiedenen Newslettern versorgen willst, musst du dafür verschiedene Listen anlegen. Für den Beginn wird aber erst einmal eine Liste reichen.

Diese Liste kannst du im nächsten Schritt anpassen und weiter konfigurieren. 

 

Schritt 2: Erstellen von Anmeldeformularen

Unter Liste > Settings > List name and defaults kannst du das double opt-in einstellen

Wenn du nicht bereits einen großen Email-Verteiler hast, den du einfach importieren kannst, musst du dich um Abonnenten kümmern. Das heißt, du musst dafür sorgen, dass Menschen, sich über ein Anmeldeformular in deine Email-Listen eintragen können und anschließend gut empfangen werden. Dafür musst du außerdem die Bestätigungs-Emails und die Bestätigungsseiten anlegen und entsprechend anpassen.

Denn in Deutschland ist gesetzlich der Double-Opt-In verpflichtend. Das heißt ein potentieller Interessent muss nach dem Eintragen in die Emailliste noch einmal bestätigen, dass er die Informationen wirklich haben will.

Mailchimp hat das Anmeldeformular in drei Teile unterteilt: 

  • Build it
  • Design it
  • Translate it

Beim Bauen (Build) des Formulars geht es um die Auswahl der Felder und die Definition der Pflichtfelder. Je weniger Pflichtfelder du definierst, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dich Leute anmelden. Allerdings bekommst du mehr Informationen über deine Abonnenten, wenn du mehr Felder als Pflichtfelder definierst.

Im Bereich Design kannst du das Formular an das Design deiner Webseite anpassen. 

Unter „Translate it“ gibst du dem Formular sprachlich den letzten Feinschliff. Zwar kannst du auswählen, dass das Formular „deutsch“ sein soll, aber einige kleine sprachliche Änderungen werden dennoch nötig sein.

Wenn du das Formular fertiggestellt hast, musst du es anschließend noch in deine Webseite, auf deinem Blog oder in deinen Webshop einbinden.

 

Schritt 3: Erstellen des Newsletters

Es gibt verschiedene Arten, wie du dein Anmeldeformular einstellst.

Dein eigentliches Ziel, das Erstellen des Newsletters, findet im Menü „Campaigns“ statt. Dort wählst du „Create campaigns“ aus und gibst der Kampagne einen Namen.

Mailchimp bietet dir bereits vorgefertigte Templates, die du nach Belieben per Drag & Drop anpassen kannst. Für den Email-Versand mit Mailchimp sind also wirklich keine Programmierkenntnisse nötig. Und wenn deine erste Kampagne fertig ist, verschickst du sie an die bereits erstellte Empfänger-Liste. Natürlich kannst du den Versand mit Mailchimp auch timen und einstellen, dass deine Kampagne zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Tag gesendet wird. 

Wenn du ein Template einmal erstellt hast, kannst du es immer wieder verwenden und musst bei jeder neuen Kampagne nur noch den Inhalt (Content) ändern. Natürlich kannst du dein Template von Zeit zu Zeit abwandeln. Aber für den Wiedererkennungseffekt ist es gut, eine Zeit lang das gleiche Template zu verwenden.

 

Schritt 4: Die Auswertung des Newsletters

Hier kannst du deine Kampagnen auswerten

Nachdem deine Kampagne erfolgreich versendet wurde und ein paar Tage vergangen sind, solltest du den Newsletter auswerten und die Performance der Kampagne beurteilen. Das kannst du zum einen direkt im Auswertungsbereich von Mailchimp und zum anderen durch eine Verknüpfung mit deinem Google-Analytics.-Konto

 

Ist Mailchimp konform zur DSGVO?

Nicht erst seit dem 25. Mai und dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung, ist der Schutz personenbezogener Daten ein großes Thema unter Marketeers. Und obwohl Mailchimp ein US-Unternehmen ist, ist es möglich damit Marketing zu betreiben, das konform zur EU-weiten Datenschutzgrundverordnung ist.

Ein wichtiger Punkt ist, dass Mailchimp grundsätzlich das Double-Opt-In-Verfahren anbietet, das in Deutschland verpflichtend ist. Ein Punkt der außerdem für die Nutzung von Mailchimp spricht, ist, dass es nach dem EU/Schweiz-US-Privacy-Shield zertifiziert ist. 

Darüber hinaus müssen aber noch ein paar weitere Dinge beachtet werden. Da Mailchimp ein US-Unternehmen ist, muss ein spezieller Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abgeschlossen werden.

Tipp: Dieser Vertrag ist auf der Mailchimp-Webseite vorhanden.

Hier findest du alle wichtigen Informationen zur DSGVO (GDPR) auf der Mailchimp Seite.


Da bei der Erfolgsmessung im Email-Marketing personenbezogene Daten verarbeitet werden können, muss der Nutzer darüber informiert werden und dafür eine Einwilligung geben.

Außerdem kannst du als Nutzer Mailchimp untersagen, dass die Daten deiner Email-Abonnenten für Forschungs- und Entwicklungszecke weiterverarbeitet werden

Wenn du also ein paar Dinge beachtest, ist Mailchimp ein einfaches und vor allem kostenloses Tool für deinen Start ins Email-Marketing.

Ich selbst nutze es gerade zum Anfang meiner Projekte immer ein.