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Was genau ist Content Marketing? (Meine beste Tipps für 2019)

Früher haben wir Werbespots und Broschüren angeschaut & Werbeversprechen wurden leichter geglaubt. DOCH: Heute vergleichen wir im Internet. Darum müssen wir unsere potentiellen Kunden anders ansprechen. Aber wie genau? Das Zauberwort heißt Content Marketing und genau das zeige ich heute mit wertvollen Tipps.
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    Enrico Bachmann
    Enrico Bachmann
    Aktualisiert: 23. August 2019
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    Content Marketing

    Klassische Werbung spricht uns meist nur auf rationaler Ebene an. Wir Menschen sind aber sehr emotional. Wenn ein potentieller Kunde uns also vertraut, wir ihm sympathisch sind und authentisch, aber professionell agieren, steigt die Wahrscheinlichkeit das der Kunde bei uns kauft. Erreichen können wir dies mit Content Marketing.

    Was ist Content Marketing?

    Content MarketingBei der Nutzung von Content Marketing geht es nicht darum, direkt Werbung für seine Produkte und Dienstleistungen zu machen, sondern dem potentiellen Kunden wertvollen Content zu liefern, der ihm Mehrwert bietet. Content bedeutet übersetzt ganz einfach Inhalt.

    Dank deines Contents baust du leichter Vertrauen zu potentiellen Kunden auf als mit einfacher Werbung. Gerade, wenn du deine Produkte und Dienstleistungen online vertreibst, ist Vertrauen sehr wichtig.

    Ganz davon abgesehen, dass Content mehr Vertrauen aufbaut, ist es auch so, dass Werbung uns Menschen heutzutage eher abschreckt. Wir schalten im Fernsehen um, wenn Werbung ist oder schauen lieber direkt Netflix. Wir aktivieren Adblocker, damit eben nicht plötzlich Werbung auf unserem Bildschirm erscheint.

    Content Marketing ist letztendlich auch eine Form von Werbung, aber eben Pull-Marketing und nicht Push-Marketing. Du pushst niemanden, um dein Produkt zu kaufen. Du überzeugst ihn zunächst unterbewusst über deinen Content. Und letztendlich vertraut die Person dir so sehr, dass sie bei dir und nicht bei der Konkurrenz kauft.

    Warum brauche ich Content-Marketing?

    Content Marketing ist wie schon gesagt besonders jetzt, in Zeiten des Online-Konsums, sehr wichtig. Früher konnte man einfache Flyer an die Menschen verteilen, die Konkurrenz war beschränkt und somit lief der ganze Kaufprozess anders ab.

    Heutzutage schauen wir uns vor einem Kauf alles ganz genau im Internet an. Wir vergleichen verschiedene Produkte und suchen sie dann bei unterschiedlichen Händlern und vergleichen auch hier noch einmal die Konditionen. Erst dann entscheiden wir uns.

    Was aber, wenn wir regelmäßig einen Newsletter von jemandem bekommen, der wirklich wertvolle Tipps mit uns teilt, ohne dafür im Gegenzug etwas zu verlangen. Eines Tages macht er dir dann doch ein Angebot und stellt dir ein Produkt vor, was sehr hilfreich in deinem Alltag wäre.

    Was denkst du, was du tust? Recherchierst du noch und vergleichst es mit zehn anderen Produkten? Viele machen das dann eben nicht mehr, weil sie der Person, die so viel Mehrwert geliefert hat, vertrauen. Nicht nur das, vielleicht möchte man der Person oder dem Unternehmen auch etwas zurückgeben und sozusagen danke sagen, dass so viele Tipps gegeben wurden.

    So wird das Produkt gekauft und es ist egal, ob es vielleicht 1000 Euro teurer ist als bei der Konkurrenz.

    Du fragst dich, warum Content Marketing Vertrauen zum Kunden aufbaut und somit die Kundenbindung stärkt? Ganz einfach, wenn du guten Content liefert, der qualitativ hochwertig ist, dem Kunden Mehrwert liefert, dieser gut strukturiert und gut verständlich ist und dem Kunden bereits dein kostenloser Content unglaublich weiterhilft, dann baut das natürlich Vertrauen auf.

    Denn wenn schon dein kostenloser Content gut ist, dann werden auch deine Produkte gut sein. Spare dir also deinen guten Content nicht auf und gib dein Bestes wirklich hilfreiche Inhalte zu erstellen. Auch das Image deines Unternehmens wird langfristig davon profitieren.

    6 Formate, die wirklich funktionieren

    Content kann in vielen verschiedenen Formaten daherkommen. Du musst nicht alle Formate nutzen. In der Tat ist es sogar besser sich auf ein paar wenige Formate zu konzentrieren, als alle nur halbherzig abzuarbeiten. Hier ein paar Möglichkeiten, wie du deinen Content nach draußen tragen kannst:

    Blog

    Das wohl bekannteste Instrument des Content Marketings ist ein Blog. Hier schreibst du regelmäßig Artikel über dein Unternehmen, aber vor allem Artikel für deine Leser, die ihnen in deinem Bereich weiterhelfen. Ich empfehle dir einen Blog auf alle Fälle auf deiner Seite zu integrieren, da dieser dir auch bei deinem Ranking auf Google weiterhilft. Mehr dazu im Abschnitt „Die Verbindung zwischen Content Marketing und SEO“.

    Newsletter

    Auch der Newsletter ist eine sehr traditionelle und alt bekannte Möglichkeit, um seine Kunden zu binden. Oftmals wurde er aber in der Vergangenheit missbraucht und stumpfe Werbung wurde über diesem Wege verteilt. Mach diesen Fehler nicht. Nutz deinen Newsletter, um deine potentiellen Kunden tatsächlich zu informieren und ihnen Mehrwert zu geben.

    Mache sie zum Beispiel aufmerksam auf neue Beiträge auf deinem Blog. Achte bei E-Mails aber darauf, dass du nicht zu viele versendest, da das spammy wirkt und du das Risiko hast, dass sich Abonnenten wieder abmelden, weil es ihnen zu viel wird. Solltest du also alle zwei Tage einen Blogartikel veröffentlichen, solltest du trotzdem nicht auch alle zwei Tage eine E-Mail versenden.

    Videos

    Besonders wenn du Produkte vertreibst, die man etwas erklären muss, z.B. wie man sie installiert oder richtig nutzt, solltest du mit Videos arbeiten. So kann der potentielle Kunde direkt sehen, wie er es richtig macht. Menschen schauen sich heutzutage eher ein Video an, als eine Anleitung zu lesen.

    Du kennst das vielleicht selbst, wenn du manchmal in Youtube nachschaust, wie du Schritt für Schritt vorgehen musst. Dieses Thema wird immer größer. Wenn du mir nicht glaubst, beobachte mal ein paar Stunden einen Teenager in seinem Alltag. Wenn etwas unklar ist, guckt er bei Youtube. Nutz also dieses Potential der Videos aus und dreh selbst welche.

    Auch hier geht es darum Mehrwert zu erschaffen. Du kannst z.B. erklären in welchen Situationen dein Produkt hilfreich ist. Wenn du Coaching anbietest, kannst du typische Fragen, die dir häufig gestellt werden, als Video beantworten. Wenn du ein Kochbuch verkaufst, kannst du ein paar Rezepte des Buches vor der Kamera nachkochen. Du verstehst, was ich meine. Werde hier einfach ein bisschen kreativ und überlege dir, was deine Zielgruppe interessieren könnte.

    Ebooks

    Kostenlose Ebooks sind häufig ein guter Anreiz, damit sich Menschen in deine E-Mail-Liste eintragen. Du hast es sicher selbst schon einmal erlebt, dir wird ein Ebook als Download angeboten, dafür musst du nur deine E-Mail-Adresse angeben. Im Anschluss erhältst du weitere News und Tipps per E-Mail und irgendwann dann ein Angebot.

    Dieser Tausch von Ebook gegen E-Mail-Adresse ist zwar aufgrund der DSGVO etwas kritischer geworden. Es gibt aber durchaus einfache Möglichkeiten, um dies zu umgehen. Wenn du transparent mit deinen Kunden kommunizierst, was du mit ihren E-Mail-Adressen machst, ist es kein Problem.

    In einem Ebook kannst du also z.B. ein Thema besonders detailliert erklären. Du kannst Checklisten beifügen oder Fragen, die sich die Leser selbst fragen sollen. Du kannst verschiedene Blogbeiträge zusammen in ein Ebook packen, denn dann hat der potentielle Kunde alles gut strukturiert und schön aufbereitet in einem PDF und muss nicht alles einzeln suchen. Dinge, die Zeit sparen, finden die Menschen super.

    Social Media

    Auch über Social Media kannst du dein Wissen mit deinen Followern teilen. Schreibe hilfreiche Inhalte und bleibe beim Thema, lasse aber auch mal hinter die Kulissen blicken. Denn genau solche Dinge machen dich und dein Unternehmen menschlicher und bauen ebenfalls Vertrauen auf.

    Welche Social Media Plattform für dich am besten ist, hängt von deiner Zielgruppe ab. Überlege dir, wo sie am ehesten angemeldet und aktiv sind. Auch hier empfehle ich dir dich zu Beginn auf maximal zwei Social Media Plattformen zu konzentrieren. Wenn es gut läuft, kannst du später immer noch mehr dazu nehmen.

    Webinare

    Webinare sind im Prinzip wie kurze Seminare, die online stattfinden. Früher gab es Webinare eher im B2B-Bereich, aber mittlerweile erkennen Unternehmer immer mehr das Potential im B2C-Bereich. Lade deine potentiellen Kunden zu einem Live-Webinar zu einem bestimmten Thema ein und gib ihnen am Ende auch die Chance Fragen zu stellen. So ein Webinar ist außerdem eine gute Möglichkeit, um sein Produkt oder seine Dienstleistung zu präsentieren. Oft werden Webinare genutzt, um einen Angebotspreis für einen bestimmten Zeitraum publik zu machen.

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    4 Fragen, die du zur Erstellung deiner Content-Strategie stellen solltest!

    Bevor du dir überlegst, welche Art von Content du erstellst und welche Formate du nutzt, solltest du dir folgende Fragen stellen:

    1. Wen möchte ich erreichen?

    Bestimme deine Zielgruppe genau. Wie alt sind sie? Was machen sie beruflich? Was sind ihre Ziele? Was sind ihre Probleme und Herausforderungen? Die Erstellung einer Buyer Persona ist hierfür eine sehr gute Methode.

    Eine Buyer Persona ist eine mehr oder weniger fiktive Person, die deine Zielgruppe repräsentiert. Sei hier so spezifisch wie möglich und spreche in allen Bereichen deines Marketings, nicht nur im Content-Marketing, genau diese eine Person an.

    2. Wo ist meine Zielgruppe und wie konsumiert sie Content?

    Wie oben bereits gesagt, ist es wichtig zu wissen auf welchen Social Media Plattformen deine potentiellen Kunden aktiv sind. Wenn du zum Beispiel Produkte für Teenager vertreibst, macht es wenig Sinn auf Linkedin unterwegs zu sein.

    Du solltest auch überlegen, auf welche Art deine Zielgruppe Inhalte am liebsten konsumiert. Hier kommen wir auf das Beispiel Youtube zurück. Jugendliche nutzen sehr viel Youtube und Tutorial-Videos. Andere Zielgruppen lesen vielleicht eher ein Ebook oder nehmen an Webinaren teil.

    Wenn du diese Fragen nicht auf Anhieb beantworten kannst, empfehle ich dir, mal mit Personen aus deiner Zielgruppe aktiv zu sprechen und ihnen diese Fragen zu stellen. Frage lieber direkt nach als nur zu spekulieren. Dann ist deine Chance auf Erfolg am größten.

    3. Was möchte ich erreichen?

    Was möchtest du mit dem Content, den du erstellst erreichen? Möchtest du mehr Produkte verkaufen? Möchtest du dein Image verbessern? Möchtest du Fragen, die Kunden zu deinem Produkt haben, vorab klären? Je genauer du deine eigenen Ziele kennst, umso spezifischer kannst du deinen Content erstellen und umso leichter wird es dir fallen den entsprechenden Inhalt zusammenzustellen.

    4. Organisch oder mit Werbung?

    Möchtest du deine potentiellen Kunden organisch, also ohne Werbebudget, erreichen oder hast du Budget, um deinen Content zu promoten? Wenn du nur organisch arbeiten möchtest, ist ein gutes Verständnis von Suchmaschinenoptimierung essentiell.

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    Tipps für die Erstellung von gutem Content

    Um guten Content zu erstellen, solltest du dich immer in deine Zielgruppe hineinversetzen. Oben hast du schon Fragen geklärt, was die mögliche Fragen und Herausforderungen sind. Nutze diese Informationen und beantworte die Fragen und helfe ihnen die Herausforderungen zu überwinden.

    Mache zu Beginn zum Beispiel ein Mind Map mit allen Oberthemen, die dein Unternehmen und deine Produkte oder Dienstleistungen betreffen. Dann fügst du Unterthemen hinzu. Zu jedem Unterthema schreibst du dir fünf oder mehr Fragen auf, die deine Zielgruppe hat oder haben könnte. So hast du schon eine Menge Themen, die du entweder in deinem Blog, im Newsletter oder auch in Social Media, verwenden kannst.

    Ein Redaktionsplan, in dem du dir strukturiert aufschreibst, welches Thema an welchem Tag veröffentlicht wird, kann dir helfen den Überblick zu behalten und nicht an einem Tag plötzlich ideenlos zu sein. Trenne die Planung von der Umsetzung. An einem Tag planst du die Themen grob im Redaktionsplan. An einem anderen Tag erstellst du die detaillierten Texte oder Videos.

    Wenn die Inhalte dann erstellt sind, ist es auch wichtig sie gut leserlich und strukturiert aufzubereiten. Erstelle keinen Text mit 2000 Wörtern ohne Zwischenüberschriften oder schlimmer noch ohne Absätze. Texte werden häufig überflogen bis zu den Stellen, die uns am meisten interessieren.

    Mach es den Lesern leicht diese Stellen zu finden. Nutze Unterüberschriften in deinen Texten, wie ich das hier gemacht habe. Bullet Points lockern deinen Text zusätzlich auf. Füge Bilder hinzu und mach das deine Beiträge auch gut aussehen. Dann verweilen die Besucher auch länger auf deiner Seite.

    Deine Texte sollten außerdem einfach geschrieben sein und nicht voll von Fachvokabular sein. Wenn du ein Fremdwort verwendest, überlege vorher, ob es vielleicht ein verständlicheres Synonym gibt.

    Die Vorteile von Content Marketing für SEO

    Wie bereits erwähnt, wenn du möchtest, dass dein Content organisch Besucher auf deine Website lockt, ist Suchmaschinenoptimierung das A und O. Aber auch wenn du deine Beiträge mit Werbebudget bewirbst, solltest du die folgenden Punkte immer beachten. Kenne deine Keywords. Recherchiere welche häufig gesucht werden und welche Themen vielleicht noch nicht so häufig abgedeckt wurden. Wenn die Konkurrenz gering ist, wirst du schneller auf Google nach oben rutschen.

    Tipp: Um SEO in deinen Texten erfolgreich umzusetzen, schau dir am besten mal meinen Artikel Die Geheimnisse guter SEO TEXTE an.

    Mein Fazit

    Ich hoffe ich konnte dich nun mit meinem Artikel von der Effektivität von Content Marketing überzeugen. Mit der Digitalisierung und weil viele Menschen versuchen Werbung zu vermeiden, wird es einfach immer wichtiger den potentiellen Kunden etwas anderes zu bieten. Hilfreiche Informationen bauen das Vertrauen auf.

    Wenn du es gut machst, werden Kunden sogar teilweise das Gefühl haben dich zu kennen, wenn du Einzelunternehmer bist oder sie fühlen sich sehr zu deinem Unternehmen hingezogen. All das kann gutes Content Marketing. So überzeugst du die Kunden von deinem Angebot, ohne dass sie sich dessen wirklich bewusst sind. Sie fühlen sich nicht von dir gedrängt, sondern möchten bei dir kaufen, weil sie dir eben vertrauen.

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