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WordPress SEO [Die Blaupause zur Optimierung für 2019]

34% aller Websites auf dem Markt werden mittlerweile über WordPress entwickelt (Quelle: Statista). Wenn du diesen Artikel liest, dann hast du sehr wahrscheinlich auch eine oder überlegst eine Website zu erstellen. Wie du in der Masse der Seiten herausstichst und dich auf Google sichtbarer machst, ist die Aufgabe von Suchmaschinenoptimierung. Und genau darum geht es in diesem Artikel. Ich zeige dir, wie du deine WordPress Seite optimal für Google vorbereitest und optimierst. Viel Spaß beim Lesen!
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    Enrico Bachmann
    Enrico Bachmann
    Aktualisiert: 23. August 2019
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    Wordpress SEO

    Warum ist Suchmaschinenoptimierung wichtig?

    Google nutzt verschiedene Faktoren, um zu bestimmen, welche Seiten wichtiger und besser sind als andere. Dementsprechend entsteht das Ranking. Wenn du deine Seite nicht entsprechend optimierst, dann kann Google dich schwerer finden, selbst wenn deine Seite eigentlich die Beste in deiner Nische ist.

    WordPress-Websites werden oft als suchmaschinenoptimierte Seiten angepriesen und Google bewertet WordPress Seiten auch an sich sehr gut. Aber suchmaschinenoptimierte Seiten bedeuten meist, dass sie für die Optimierung vorbereitet sind, die eigentliche Optimierung musst du in die Hand nehmen. Du schreibst voraussichtlich die Texte, du recherchierst die Keywords. Darum ist es wichtig über ein allgemeines Verständnis von Suchmaschinenoptimierung verfügen.

    Wordpress SEO Tipps

    Yoast SEO als Hilfsmittel

    yoast seoDas wichtigste Hilfsmittel, wenn es um WordPress SEO geht, ist das Plugin Yoast SEO. Wenn du es noch nicht installiert hast, solltest du es unbedingt tun. Dieses Plugin ist mit Abstand das am häufigsten benutzte SEO Plugin und unterstützt dich dabei, dass du auf Google gefunden wirst.

    Die Basiseinstellungen

    Nach der Installation des Plugins musst du zunächst die Basiseinstellungen konfigurieren. Diese kannst du ganz einfach mit dem Konfigurationsassistenten durchführen, der dich Schritt für Schritt durch die Konfiguration führt. Klicke hierzu in deinem WordPress Menü auf SEO – Allgemein, dort findest du den Konfigurationsassistenten.

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    Die alltägliche Nutzung des Plugins

    Das Plugin wirst du in Zukunft bei jeder Erstellung einer neuen Seite oder eines neuen Beitrags nutzen. Wichtig ist, dass du dir pro Seite oder Beitrag ein Keyword – also ein Schlüsselwort, worum es auf der Seite geht – überlegst. Wie du so ein Keyword findest und analysierst, kannst du in meinem Beitrag Die 6 Schritte Anleitung zur perfekten Keyword Analyse 2019 nachlesen.

    Wenn du nun also dein Keyword hast, schreibst du entsprechend deine Texte. Unterhalb deines Editors findest du den Abschnitt des Yoast SEO-Plugins, in dem du alle notwendigen Informationen einträgst. Dazu gehören:

    • Titel: Hier wird automatisch der Seiten- oder Beitragstitel eingetragen. Diesen kannst du aber auch anpassen, zum Beispiel, wenn dieser für Google zu lang ist. Achte darauf, dass jede Seite deiner Website einen anderen Titel trägt.
    • Permalink: Den Permalink änderst du nicht direkt im Abschnitt der Yoast-Einstellungen, sondern ganz oben unter dem Seitentitel. Achte darauf, dass der Link nicht unendlich lang ist und passe ihn entsprechend deines Keywords an. Zum Beispiel ist der Link im Falle dieses Artikels nicht /wordpress-seo-der-umfassende-leitfaden-zur-optimierung/, sondern nur /wordpress-seo/.
    • Meta-Beschreibung: In der Metabeschreibung kannst du in 155 Zeichen erklären, worum es in deinem Artikel oder auf deiner Seite geht. Dieser Text erscheint unter dem Titel als Beschreibung in Google. Nutze auch hier dein Keyword, komme klar auf den Punkt und mache die Beschreibung so interessant wie möglich, um Menschen neugierig zu machen und zum Klicken zu animieren.
    • Keyword: Überlege dir nach welchen Wortkombinationen potentielle Besucher deiner Website in Google suchen und analysiere diese Kombinationen, wie im oben verlinkten Artikel beschrieben. Das Keyword, das deinen Artikel am besten beschreibt, kommt hier hinein.

    Die Ampelfunktion und Lesbarkeitsanalyse

    Gerade, wenn du ein SEO-Anfänger bist, kann dir die Ampelfunktion des Yoast SEO Plugins sehr weiterhelfen. Sobald du das Keyword eingetragen hast, wird die Ampel eben rot, gelb oder grün. Klicke auf den Abschnitt Fokus-Keyphrase und du erhältst eine Analyse mit dem du dein Ergebnis optimieren kannst.

    Hast du interne Links gesetzt? Ist die Textlänge optimal? Benutzt du dein Keyword oft genug im Text? Haben deine Bilder Alt-Attribute? All diese Faktoren bestimmen am Ende dein Ranking und können dir zu Beginn helfen dein Ergebnis zu verbessern.

    In bestimmten Fällen kann aber auch eine orange Ampel vollkommen ausreichend sein und du wirst trotzdem ein gutes Ranking erhalten können. Wenn dein Keyword zum Beispiel sehr lang ist, dann ist es schwerer eine grüne Ampel zu erreichen, als wenn dein Keyword nur aus einem Wort besteht, da dann deine Keyworddichte natürlich besser ist. Die Lesbarkeit des Textes ist hier auf jeden Fall wichtiger als den Text nur künstlich mit Keywords zu befüllen.

    Das Plugin verfügt außerdem über eine Analyse der Lesbarkeit deines Textes. Hier wird u.a. geprüft, wie lang deine Absätze und Sätze an sich sind, ob du Zwischenüberschriften nutzt, in passiver Sprache schreibst und wie viele Bindewörter du verwendest. Diese Analyse hilft dir dabei, dass dein Text für deine Besucher einfacher zu lesen ist und die Besucher somit länger auf deiner Seite verweilen.

    Stell dir vor, du siehst einen Artikel, in dem ein Text ohne Abschnitte geschrieben wurde und dann hast du auf der anderen Seite einen Artikel mit Zwischenüberschriften, vielen Absätzen – kurz gesagt: einen Artikel, den man überfliegen kann und bei dem man trotzdem schon etwas mitnimmt.

    Diese Artikel kommen besser an, da viele Menschen Artikel scannen und nicht komplett lesen. Außerdem liest es sich viel besser, wenn ein Text klar strukturiert und einfach zu lesen ist. Also mach es deinen Lesern leicht, Freude am Lesen deiner Texte zu haben.

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    Meine besten WordPress SEO Umsetzungs-Tipps

    Nachdem wir im vorherigen Teil des Artikels ein paar Grundlagen geklärt haben, kümmern wir uns jetzt um die Umsetzung, damit du deine WordPress-Seite sofort für Suchmaschinen optimieren kannst.

    Wähle das richtige Theme

    wordpress themesFalls du bisher noch kein Theme für deine Website ausgewählt hast, dann achte bei der Wahl unbedingt darauf, dass es sich um ein Responsive Design handelt und die Ladezeit schnell ist. Testen kannst du dies z.B. auf webpagetest.org. Nimm hierzu die URL der Demo-Seite des Themes und lass sie analysieren. Im oberen Bereich findest du eine Benotung der Seiten-Performance.

    Ein weiterer wichtiger Faktor des Themes sollte sein, dass eine klare HTML-Struktur ersichtlich ist. Es sind also HTML-Tags h1 bis h6 vorhanden.

    Markiere deine Cornerstone-Inhalte

    Cornerstone-Inhalte sind die wichtigsten und umfassendsten Seiten und Artikel auf deiner Website – der Kern deiner Website. Dieses Feature hat Yoast vor einiger Zeit erst hinzugefügt.

    Wenn du also einen besonders wichtigen Artikel geschrieben hast oder eine Seite, die heraussticht, solltest du diese als Cornerstone Inhalt markieren. Hierzu gehst du auf die Seite oder in den Artikel. Unter dem Editor Bereich findest du den Abschnitt der Yoast SEO Einstellungen. Ganz unten steht Cornerstone-Inhalt. Klicke einfach darauf, dann öffnet sich unterhalb etwas mehr Text und schalte den Knopf rechts auf ein.

    Dieser Schritt ist besonders wichtig, wenn du viele ähnliche Inhalte auf deiner Seite veröffentlichst. Denn du hilfst Google somit zu zeigen, welche dieser ähnlichen Inhalte die besten sind.

    Verlinke intern…

    Wenn eine Seite oder ein Artikel besonders viele Links erhält zeigt das Google, dass es sich um einen wertvollen Artikel handelt. Hierbei zählen sowohl interne als auch externe Links. Die Anzahl der internen Links kannst du selbst kontrollieren, also solltest du das unbedingt in Maßen für dich nutzen.

    …aber auch extern

    Nicht nur interne Verlinkungen sind wichtig, sondern auch externe. Viele denken, dass sie die Leute von ihrer Website wegführen und auf eine andere schicken, wenn sie extern verlinken. Aber du solltest anders denken. Mithilfe von externen Links bietest du deinen Lesern einen zusätzlichen Mehrwert. Außerdem hilfst du Google damit das Thema deiner Seite schneller zu verstehen.

    Beachte die HTML-Struktur

    Oben habe ich bereits erwähnt, dass es wichtig ist, ein Theme zu installieren, welches eine klare HTML-Struktur hat. Diese musst du aber auch korrekt nutzen. Benutze nur einen h1 Tag auf einer Seite (der Titel deiner Seite) und anschließend mehrere h2 Überschriften. Je mehr Untertitel du zu einem Punkt erstellst, desto tiefer kannst du in der HTML-Struktur gehen (bis h6). In diesem Artikel nutze ich zum Beispiel eine h1 und mehrere h2 und h3 Überschriften.

    Schreibe mehr als 300 Wörter

    Warum du mehr als 300 Wörter auf einer Seite schreiben sollst? Seiten mit weniger Wörtern werden als sogenannten Thin Content bezeichnet, weil Google es schlicht und einfach sehr schwer fällt bei Seiten mit so wenig Inhalt herauszufinden, worum es geht. Ein gutes Ranking ist somit unwahrscheinlich.

    Entferne unnötige URLs

    Wenn du ein Bild oder ein PDF in WordPress hochlädst, entsteht im Hintergrund eine URL, auf der das Bild/PDF dann angezeigt wird. Solche Seiten haben keinen Mehrwert und Google hasst Seiten ohne Mehrwert. Du solltest es also vermeiden, dass sich diese Seiten anhäufen.

    Hierbei kann dir wieder das Yoast SEO Plugin helfen. Gehe im Menü auf SEO – Darstellung in Suchergebnissen – Medien. Setze nun die Einstellung unter „Anhangs-URLs auf die Anhangs-Datei weiterleiten?“ auf Ja. Das ist wesentlich besser für dein Ranking.

    Strukturiere deine Website mit Klarheit

    Nutzerfreundlichkeit ist ein wichtiger Punkt. Nutze aussagekräftige Links. Verwende also Keywords in deinen Links, anstatt deine Seiten mit der Linkstruktur /page123/. Eine grundsätzliche Einstellung hierzu kannst du in den Einstellungen unter Permalinks machen.

    Außerdem solltest du maximal fünf Hierarchiestufen verwenden. Das bedeutet eine Hauptseite mit maximal vier Unterseiten. So bleibt deine Seite nutzerfreundlich. Ein hilfreiches Plugin, um den Überblick über die Struktur zu behalten ist CMS Tree Page View.

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    Achte auf die Ladezeiten deiner Website

    Die Ladezeit deiner Website kannst du zum Beispiel in den Google Pagespeed Insights erfahren. Dort bekommst du auch einen Überblick, ob du im grünen Bereich liegst oder etwas tun solltest, um deinen Pagespeed zu verbessern. Denn dieser wirkt sich auf dein Google Ranking aus.

    Plugins können dir bei der Verbesserung deiner Website-Performance helfen. Installiere ein Caching-Plugin wie WP Fastest Cache. Zur Erklärung: deine Seite besteht aus mehreren Elementen – einem Header, deinem Menü, Bildern etc. All diese Elemente werden als Anfragen bearbeitet. Jede Anfrage benötigt Zeit zum Laden. Ein Caching-Plugin kann sich an gleiche Inhalte erinnern und diese schnell bereitstellen, womit deine Ladezeiten reduziert werden.

    Abgesehen vom Caching-Plugin kann dir ein Plugin wie Autoptimize helfen, die Anzahl deiner http-Requests zu reduzieren. Mit dem Plugin können HTML, CSS und JS-Dateien minimiert werden, so dass die Dateigröße geringer ist und die Seite schneller geladen werden kann. Sollte deine Website über mehrere CSS- bzw. JS-Dateien verfügen, können diese mithilfe des Plugins kombiniert werden.

    Optimiere deine Bilder

    Bilder werden oftmals zu groß hochgeladen und Website-Besitzer nutzen oft nicht das volle Potential, was Bilder in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung haben. Damit du nicht den gleichen Fehler machst, empfehle ich dir meine 6 besten Tipps für Bilder SEO direkt umzusetzen.

    Sitemap erstellen

    Ein Sitemap ist eine Übersicht deiner Seite, das du mithilfe des Yoast SEO Plugins oder anderen Sitemap-Plugins erstellen kannst. Hast du ein Sitemap werden deine Seiten schneller indexiert, weil du Google deine Seiten sozusagen direkt auf dem Silbertablett servierst. Es ist weniger Arbeit notwendig. Ein Sitemap ist besonders für komplexe Seiten mit vielen Unterseiten unerlässlich.

    Übertreibe es nicht mit den Plugins

    Installiere so wenig Plugins wie möglich. Wenn du ein Plugin nicht wirklich nutzt, solltest du es deaktivieren und löschen. Denn diese kosten Speicherplatz und somit Ladezeit. Aber nicht nur das. Du machst dir mehr Arbeit, da Plugins regelmäßig aktualisiert werden müssen. Wenn du dies nicht tust, besteht ein erhöhtes Risiko von Hackerangriffen aufgrund von Schwachstellen.

    Überprüfe deine Links

    Kaputte Links mag Google überhaupt nicht. Überprüfe deine Website also regelmäßig auf sogenannte Broken Links. Dies kannst du zum Beispiel mit diesem Tool machen. Gebe die URL deiner Website ein, finde die kaputten Links und passe diese auf deiner Website an.

    Fazit

    Du siehst also, dass nur weil du eine inhaltlich gute Website hast, heißt das nicht, dass du sofort auf Platz 1 in Google landen wirst. Optimierung gehört dazu. Einige Dinge müssen einmalig eingestellt werden, wiederum andere Aspekte müssen regelmäßig aktualisiert, geprüft und optimiert werden. Mit der Umsetzung meiner genannten Tipps bist du auf einem sehr guten Weg dein Ranking zu verbessern. Ich wünsche dir viel Erfolg!

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