Diese 12 Tipps brauchst du für erfolgreiches YouTube Video SEO 

YouTube ist nicht nur die größte Videoplattform der Welt, sondern auch eine Suchmaschine.
Damit deine Videos gefunden werden, musst du genau wie für Google verschiedene Optimierungen machen. Viele Tipps wirst du vielleicht aus gängigen SEO Tricks schon kennen. Trotzdem hat YouTube ein paar Eigenheiten, wenn deine Videos erfolgreich werden sollen. 
Enrico Bachmann
Enrico Bachmann
Aktualisiert: 23. August 2019
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youtube video seo

Video Content nimmt einen immer größeren Stellenwert im Internet ein. Wenn du also selbst einen YouTube-Channel betreibst oder aber überlegst, deine eigenen Videos zu produzieren, dann setzt du schonmal auf das richtige Pferd. Allerdings haben auch viele andere User die gleiche Idee. Wenn deine Videos also erfolgreich sein sollen, dann müssen sie aus der Masse herausstehen.

Dafür ist es wichtig, dass deine Videos bei Suchanfragen in YouTube möglichst weit vorne ranken. Die Reihenfolge des Rankings wird vom YouTube-Algorithmus festgelegt. Dieser zieht eine Reihe von Variablen heran, um das Ranking zu bestimmen. Für ein möglichst optimales Ergebnis helfen dir die folgenden Video-SEO-Tipps weiter.

youtube interface

1. Was du bei YouTube SEO über die Keyword-Recherche beachten solltest

Genau wie bei der Optimierung von Blogposts für Suchmaschinen wie Google oder Bing beginnt auch bei der SEO-Optimierung für YouTube alles mit den richtigen Keywords. Du kannst so entweder ein schon bestehendes Video optimieren oder aber dich auf die Suche nach neuen Videoideen machen. Am besten notierst du dir alle Keywords, die du recherchierst, in einer Liste. So kannst du sie später zur Optimierung nutzen.

Grundsätzlich ist das Vorgehen zum Finden von Keywords bei YouTube ähnlich wie bei der Keyword Recherche für Google. Du kannst deine Suche nach Keywords auch bei Google beginnen und dir dort verschiedene Ideen holen.

Premium Tipp: Mit Ahrefs kannst du seit neuesten auch YouTube Suchvolumen ermitteln. Somit hast du echten Zahlen und Daten für deine Analyse und bist den anderen einen Schritt voraus.

YouTube selbst bietet dir die Möglichkeit, über die Suchleiste Keywords zu recherchieren. Nimmst du hier eine Eingabe vor, erhältst du automatisch Vorschläge, die deinen Suchbegriff ergänzen. Das sind dann die Begriffe, nach denen Nutzer bei YouTube suchen.

Außerdem solltest du dir anschauen, welche Videos häufig angeschaut und kommentiert werden und welche Keywords hier verwendet werden. Wichtig sind dabei natürlich vor allem der Titel und die Beschreibung des Videos.

2. Was du vor dem Upload beachten solltest

Auch wenn es komisch klingt, auch der Dateiname eines Videos kann für die Optimierung eine Rolle spielen. Der Algorithmus von YouTube kann nicht direkt den Inhalt deines Videos erkennen. Daher nutzt er die Informationen, die er einordnen kann, um mehr über dein Video zu erfahren. Und dazu gehört eben auch der Dateiname.

Wenn dein Video also den Titel „SEO-Optimierung für YouTube-Videos“ trägt, dann wird daraus bereits das Thema deines Videos deutlich.

3. So optimierst du den Titel deines Videos

Eine besonders wichtige Rolle bei der Optimierung deines Videos trägt der Titel. Hier sollte direkt deutlich werden, um was es in deinem Video geht. Dabei solltest du hier die wichtigsten Keywords unterbringen. Achte allerdings darauf, kein Keyword-Stuffing zu betreiben (also einfach nur in Spammer-Manier möglichst viele Keywords aneinanderzureihen). Einen solchen Titel wird kein Nutzer anklicken.

Stattdessen muss dein Titel das wirkliche Interesse der User wecken. Je nachdem, um was es in deinem Video geht, kann der Titel zum Beispiel lustig sein oder aber eine Problemlösung anbieten. Mögliche Titel sind zum Beispiel:

„Wie du …“
„10 Tipps für…“
„Was du tun musst, um…“

4. So gelingt das passende Vorschaubild (Thumbnail)

Als Thumbnail wird das kleine Vorschaubild deines Videos bezeichnet, welches zum Beispiel in den Suchergebnissen auftaucht. Das Bild selbst hat einen indirekten Einfluss auf den Erfolg deines Videos, denn ein gutes Vorschaubild sorgt dafür, dass möglichst viele User auf dein Video aufmerksam werden und es anklicken.

Das ist für YouTube ein Signal, dass dein Video interessant für die Nutzer ist und vielleicht höher gerankt werden sollte.

YouTube selbst erstellt automatisch drei Vorschaubilder, aus denen du dir eines aussuchen kannst. Meistens ist es aber besser, wenn du selbst ein Bild gestaltest.

5. So geht die perfekte Videobeschreibung

Die Videobeschreibung auf YouTube ist für dich eine exzellente Möglichkeit, um den Inhalt deines Videos für den Algorithmus verständlich zu machen. Du hast hier ausreichend Platz, um einen längeren Text unterbringen zu können. Denk aber daran, dass du die Beschreibung nicht nur für YouTube, sondern natürlich auch für die menschlichen User schreibst! Auch hier verbietet es sich natürlich, einfach nur sinnlos Keywords aneinanderzureihen.

Achte darauf, dass du dein Haupt Keyword möglichst weit am Anfang in deiner Beschreibung unterbringst. Im folgenden Text kannst du dann weitere Keywords unterbringen und den Inhalt deines Videos genauer beschreiben.

Nimm dir außerdem einen Moment Zeit, um deine Videobeschreibung ansprechend zu formatieren. Du kannst auch Links unterbringen, zum Beispiel zu deinem eigenen Blog. In einem solchen Fall würdest du interessierte User aber von YouTube weg leiten, sie würden daher ihre Aufmerksamkeit erstmal nicht mehr auf deine Videos legen.

In der Vorschau deines Videos wird neben dem Vorschaubild auch ein kurzer Text in der sogenannten Infobox angezeigt. Hierbei handelt es sich um die ersten Zeilen deiner Videobeschreibung. Maximal kannst du in der Infobox 140 Zeichen unterbringen. Du solltest diesen Platz also nutzen, um User zum Klick auf dein Video zu animieren. Auch der YouTube-Algorithmus wird den Text in der Infobox auswerten.

6. Die richtigen Tags für Videos und deinen Kanal

Neben der Beschreibung sind Tags eine weitere super Möglichkeit, um dein Video einzuordnen. Tags beschreiben in Stichpunkten, um was es in deinem Video geht. Du solltest also auch hier deine wichtigsten Keywords unterbringen, ohne dabei Keyword Stuffing zu betreiben. Außerdem kannst du auch für deinen YouTube-Kanal Tags festlegen.

7. Was du über Untertitel in Videos wissen solltest

Ob Untertitel im Video für deine Zielgruppe sinnvoll sind oder nicht musst du selbst entscheiden. Allerdings können sie aus SEO-Sicht dabei helfen, die Sichtbarkeit deines Videos zu erhöhen, denn die Untertitel können von Suchmaschinen ausgewertet werden.

YouTube erstellt selbst automatisch Untertitel, allerdings solltest du diese unbedingt überarbeiten, um Fehler zu entfernen.

8. Kommentare und Abos

Je mehr Kommentare ein Video erhält, umso höher schätzt YouTube die Relevanz des Videos ein, denn schließlich scheinen sich viele User für den Inhalt zu interessieren. Das kann dir wiederum dabei helfen, weit oben in den Suchergebnissen bei YouTube aufzutauchen.

Auch das Abonnieren deines Kanals ist für YouTube ein Zeichen, dass sich ein User wirklich für deine Inhalte interessiert. Eine hohe Anzahl an Abonnenten strahlt Autorität aus. Auch das kann dir im SEO weiterhelfen.

9. Wie du viel Reichweite bekommst

Um auf lange Sicht bei YouTube erfolgreich sein zu können, benötigst du viele Views. Die Anzahl der Views gehört zu den Rankingfaktoren bei YouTube. Dabei solltest dich nicht darauf lassen, dass diese mit der Zeit schon automatisch kommen werden. Stattdessen solltest du für eine maximale Verbreitung deiner Videos sorgen.

Dafür kannst du deine Videos auf deiner Website einbinden oder über deine Social Media-Accounts verbreiten. Dabei solltest du die Eigenheiten der jeweiligen Plattform im Kopf behalten. So sind zum Beispiel Videos auf Facebook, die direkt dort geteilt werden, sichtbarer als YouTube-Videos.

Wenn du E-Mail-Marketing betreibst und du dir hier eine Liste aufgebaut hast, solltest du auch das nutzen, um dein Video zu verbreiten.

10. Wie du die Qualität deiner Videos verbesserst

YouTube möchte seinen Usern natürlich die besten Videos präsentieren. Daher solltest du auf eine hohe Produktionsqualität achten. Welches Equipment du dafür benötigst hängt natürlich davon ab, wie du deine Videos aufbaust. Bedenken solltest du die Anschaffung einer Kamera und eines Mikrofons. Achte auch auf den Hintergrund in deinen Videos und eine passende Beleuchtung.

Die beste Ausrüstung nützt dir aber nichts, wenn dein Video langweilig ist und nicht den Inhalt vermittelt, den die User erwarten. Dann werden sie dein Video vorzeitig abbrechen.

YouTube selbst kann natürlich die Qualität eines Videos nicht direkt messen. Allerdings führt ein hochwertiges Video dazu, dass viele User bis zum Ende oder eben fast bis zum Ende schauen und die Abbrecherzahlen relativ niedrig sind.

Aus der Anzahl der Views und der Zeit, die User dein Video geschaut haben, berechnet YouTube die sogenannte Watch Time. Diese Watch Time ist ein extrem wichtiger Rankingfaktor, vielleicht sogar der wichtigste Rankingfaktor auf YouTube. Untersuchungen haben gezeigt, dass Videos, die in den Suchergebnissen weiter oben auftauchen, auch über eine höhere Watch Time verfügen.

Du solltest daher stets versuchen, die Watch Time für deine Videos zu erhöhen. Dabei sind längere Videos tendenziell im Vorteil, allerdings nur, wenn das Video auch wirklich interessant für die User ist. YouTube stellt dir auch Statistiken zur Watch Time bereit.

11. Aktualität des Videos enorm wichtig

Kein User möchte veralteten Content sehen. Das gilt natürlich auch für deine Videos. Sorge deshalb dafür, dass sowohl der Inhalt deiner Videos, als auch Titel, Beschreibung und die anderen Dinge immer auf dem neuesten Stand sind. Das kann auch bedeuten, dass du ein Video neu drehen musst. Damit zeigst du aber auch YouTube, dass man bei dir aktuelle Inhalte finden kann. Auch das kann dir beim Ranking helfen.

12. Welche Statistiken du kennen solltest

YouTube stellt dir als Videoproduzent viele Statistiken zur Verfügung. Diese kannst du nutzen, um deine Videos und deinen Kanal immer weiter zu verbessern. Du kannst dir zum Beispiel anschauen, welche deiner Videos besonders viele Klicks erhalten haben und dich dann darauf fokussieren, ähnlichen Content zu erstellen. Wird ein Video häufig nicht bis zum Ende angeschaut, dann kannst du überlegen, was du verändern musst, um das Interesse deiner User hochzuhalten.

Mein Fazit:

Sorge für die Reichweite – Dann wird dein Video ein Erfolg

Die hier genannten Tipps geben dir erstmal einen kleinen Einblick in den Bereich YouTube-SEO. Du kannst noch eine ganze Reihe von anderen Maßnahmen ergreifen, damit deine Videos besser ranken und gefunden werden. Dazu gehören zum Beispiel Anmerkungen (Annotations) die du in deinen Videos unterbringen kannst.

Gerade zu Beginn ist es gar nicht so leicht, den Überblick über die verschiedenen Optimierungsmaßnahmen zu behalten. Nimm dir daher einfach einen der obigen Tipps vor und beginne damit, deine Videos entsprechend zu optimieren. Erst wenn du einen Tipp erledigt hast, machst du dich an den nächsten.

Video-SEO ist ein Prozess, der nie wirklich abgeschlossen ist. Außerdem kann es auch eine Weile dauern, bis die Ergebnisse deiner Maßnahmen sichtbar werden. Wenn du aber am Ball bleibst und immer wieder nach Möglichkeiten Ausschau hältst, um deine Videos zu optimieren, solltest du schon bald die ersten Erfolge sehen.

Hast du noch Fragen oder Erfahrungen? Dann lasse es mich gerne in den Kommentaren wissen 🙂

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